Maria Innocentia Hummel (1909 - 1946)
Berta Hummel
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Maria Innocentia Hummel OSF wurde am 21. Mai 1909 in Massing, Niederbayern, als Berta Hummel geboren.
Nach der katholischen höheren Mädchenschule "Marienhöhe" der Englischen Fräulein in Simbach am Inn (1921 bis 1926)
schloss sie ein vierjähriges Studium an der Staatsschule für Angewandte Kunst in München 1931 mit der Lehramtsprüfung
für Zeichenlehrerinnen ab.
1931 trat sie als Kandidatin in das
Kloster der Franziskanerinnen von Sießen (bei Saulgau) ein, nahm dort 1933 den Ordensnamen
Maria Innocentia an und legte 1934 den Profess ab. Im Kloster arbeitete sie u.a. als Zeichenlehrerin in der Schule
und in der Paramenten-Werkstatt.
Am 6. November 1946 starb die Ordensschwester - nur 37 Jahre alt geworden - an Tuberkulose im Mutterhaus in Sießen, auf dessen
Friedhof sie begraben ist.
Berta Hummel hinterließ ein reiches Werk an Landschaftsmalerien, Naturstudien und Blumenbildern, Portraits und
Selbstportaits, Stadtansichten, Karikaturen und Stillleben in expressionistischem Stil,
die sie vor allem in Pastell, aber auch in Öl ausführte.
Ebenso gehörten Holzschnitte, Textilarbeiten und religiöse Bilder in allen Formaten zu ihrem Schaffen.
Werke sind u.a. in Massing (Altarblatt), Tuttlingen (Pietá und Altarbilder) und im Kloster Sießen (expressionistischer
Kreuzweg-Zyklus und viele andere) erhalten.
Weltberühmt wurde Maria Innocentia Hummel durch ihre Hummelfiguren, die sie im Kloster Sießen zeichnete. Kinder beim
Spielen und in niedlichen, oft humorvollen Alltagssituationen waren zeitlebens ihr Lieblingsmotiv. Ab 1934 erhielt die
Porzellanfabrik W. Goebel die Lizenz, Hummels Zeichnungen in Keramik-Figuren umzusetzen. Im Lauf der Jahre entstanden in Zusammenarbeit
zwischen dem Kloster Sießen, der Familie Hummel, Modelleuren und Malern über 400 verschiedene Figuren, die weltweit
sehr populär wurden. Seit 2009 werden die Hummelfiguren von der
Manufaktur Rödental hergestellt.
Quellen (dort auch ausführlichere Informationen zu Leben und Werk):
Wikipedia-Artikel,
Hummel-Webseite des Klosters Sießen,
Webseite des Berta-Hummel-Museums
Bildergalerie
[ Vergrößerung der Bilder durch Anklicken ]
v.l.n.r.: Die sieben Schwaben, Der Photograf, Krippenfiguren, Vitrine mit Hummelfiguren
Fotos von Pit Fischer 2010 mit freundlicher Genehmigung der Firma Schanz - Tisch & Trend, Bad Saulgau
(herzlichen Dank an Herrn Schanz).
Die Figuren standen im ehemaligen Ladengeschäft der Fa. Schanz in der Hauptstr. 80 in Bad Saulgau und konnten dort gekauft werden.
Es handelt sich um Originalfiguren in kleinen Auflagen der
Porzellanfabrik W. Goebel (seit
2009 werden Hummelfiguren von der Manufaktur Rödental hergestellt).
Die Fa. Schanz war der einzige autorisierte Fachhändler von Hummel-Figuren in der Region (inzwischen nicht mehr in Bad Saulgau
ansässig).
Ausstellungen und Sammlungen
Hummel-Saal im Kloster Sießen bei Bad Saulgau
Dauerausstellung einer bedeutenden Sammlung von Gemälden und Zeichnungen der Künstlerin
v.l.n.r.: Eingang zur Ausstellung, Schaukasten, das Gebäude, Gesamtansichten des Klosters Sießen
Abbildungen der ausgestellten Werke Maria Innocentia Hummels können wir hier leider nicht zur Verfügung stellen,
da laut Beschilderung und Auskunft von Sr. Angelika, die den Hummelsaal betreut und Ausstellungsführungen macht,
das Fotografieren (auch ohne Blitzlicht) nicht erlaubt ist.
Das Berta Hummel Museum im Hummel Haus, Massing/Niederbayern
In Hummels Elternhaus in Massing wurde das Berta-Hummel-Museum im Hummelhaus eingerichtet, das eine
Sammlung zu Leben und Werk zeigt. Ziel des Museums ist es, dem Publikum die "unbekannte" Seite Berta Hummels
nahezubringen. Neben der umfangreichsten Sammlung an Bildern beherbergt das Museum die weltweit
größte Privatsammlung an Hummelfiguren.
Hummel-Figuren, -Bücher, -Postkarten, -Kalender einkaufen in Bad Saulgau
Hummelsaal im Kloster Sießen
Im Museums-Laden des Hummelsaals gibt es Kunstpostkarten, Kalender u.a. von Maria Innocentia Hummel zu kaufen
Geschwister Müller - Buchhandlung, Schreibwaren, Hauptstr. 51
Hummel-Kunstpostkarten, -Bücher und -Kalender vorrätig im Ladengeschäft in der Fußgängerzone
Colibri - Literaturcafe und Buchhandlung, Eckstr. 10
Hummel-Bücher und -Kalender können bestellt werden, keine Kunstpostkarten
Schwaaz Vere-Buchhandlung, Hauptstr. 38
Hummel-Bücher und -Kalender können bestellt werden, keine Kunstpostkarten
Berta Hummel-Schule
In Bad Saulgau wurde die Berta Hummel-Schule (Grundschule mit Grundschulförderklasse)
nach der Künstlerin benannt. Benachbart sind weitere Schulen (Hauptschule, Berufsschule usw.)
Wie die Bilder zeigen, wird hier teilweise in Containern unterrichtet - eine Belastung
für Schüler und Lehrer. Kein Wunder, daß Geld für die Schulen fehlt, wird es doch an anderer
Stelle großzügig im Straßenbau
verbaggert.
Links
Webseite des Klosters Sießen zu Maria Innocentia Hummel
Hummelsaal mit Dauerausstellung im Kloster Sießen
M.I. Hummel lebte und arbeitete von 1931 bis zu ihrem Tod im Kloster Sießen bei Bad Saulgau
Wikipedia-Artikel zu Maria Innocentia Hummel
Informationen zu Leben und Werk, Sammlungen, Literatur, zu den Hummel-Figuren u.a.
Das Berta Hummel Museum im Hummel Haus
Neben der umfangreichsten Sammlung an Bildern auch die weltweit größte Privatsammlung an Hummelfiguren
Die Welt der M.I. Hummelfiguren
Private Homepage eines Sammlers, mit Verzeichnis von Online-Shops und vielen weiteren Informationen
Manufaktur Rödental mit
M.I.Hummel Club
Die Manufaktur Rödental stellt seit 2009 wieder Hummelfiguren her
Porzellanfabrik W. Goebel
Von Goebel wurden bis 2008 die Hummelfiguren hergestellt
Berta Hummel-Schule Bad Saulgau
Homepage der Grundschule mit Grundschulförderklasse
Die Berta Hummel Homepage
Diese Berta Hummel ist nach eigenen Angaben mit der berühmten Berta Hummel weder verwandt noch verschwägert
;-)
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Copyright
© Copyright aller Fotos auf dieser Seite: Pit Fischer
Frei für den privaten und heimatgeschichtlichen Gebrauch sowie zum Kunstgenuss
Wirtschaftlicher Mißbrauch der Bilder verboten
Die Hummel-Figuren sind durch eingetragene Warenzeichen der Firmen Goebel und Manufaktur Rödental geschützt
Schönes Saulgau
wird präsentiert von
Elvira von Seydlitz und
dem guten alten URL-König
Logo: Cornelia von Grauhaar
Hintergrundgraphik: Richard Molke
Stand: 14. Januar 2011
Carpe diem
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